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Vorbeugender Brandschutz und Verhalten im Brandfall in Kindergärten
Vorbeugender Brandschutz und Verhalten im Brandfall in KindergärtenAus Feuerwehr EvenhausenFür diese Seite gibt es Sicherheitseinschränkungen.
EinleitungDieser Beitrag soll Ihnen beim Thema Brandschutz in Ihrem Kindergarten helfen. Hier finden Sie Hinweise, wie Brände verhindert oder eingedämmt werden können und wie Sie sich mit den Kindern beim Brand verhalten sollen. Außerdem erhalten Sie hier Hintergrundinformationen für Ihre erzieherische Arbeit.
Flure, Treppenräume und FoyersEs gibt wohl keinen Kindergarten mit genügend Ausstellungsflächen oder Lagerräumen. Flure, Eingangshallen oder Treppenräume werden oft dekoriert oder es werden Arbeitsergebnisse der Kinder ausgestellt. Wenn es hier brennt, können gefährliche Situationen entstehen. Auch Rettungswege, das sind in der Regel Flure oder Treppen, werden oft durch Möbel, Dekoration oder Material eingeengt. Sie möchten Flure, Einganghallen oder Treppenräume dekorieren oder Material aus pädagogischen Gründen dort ausstellen? Dann beachten Sie bitte folgende Hinweise:
AlarmprobenIm Gegensatz zu Schulen gibt es für Kindergarten keine Vorschriften nach denen regelmäßig Alarmproben durchzuführen sind. Sie sollten aber auch mindestens zweimal im Jahr Alarmproben mit den Kindern spielerisch durchführen. Die erste Alarmprobe sollte innerhalb von acht Wochen nach Beginn eines neuen Kindergartenjahres und nach einer Information über das Verhalten bei Feuer mit vorheriger Ankündigung durchgeführt werden.
Verhalten beim BrandDie folgenden Hinweise gelten sinngemäß auch für Brände in Privatgebäuden. Sie können diese Hinweise auch als Grundlage für Ihre Brandschutzerziehung verwenden. Wenn Sie sich in dem Raum befinden in dem es brennt:
Sollen Sie das Feuer selbst löschen?Ein kleines Feuer, das mit einem Glas Wasser zu löschen ist, sollen Sie natürlich auch löschen. Das wäre ein kleines Adventsgesteck oder ein Papierkorb, die gerade beginnen zu brennen. Bei allem, was darüber hinausgeht, ist die Brandbekämpfung mit Gefahren verbunden. Wegen des Brandrauches ist eine Rauchvergiftung sehr wahrscheinlich. Machen Sie das nur, wenn Sie dadurch größere Gefahren für sich und andere abwenden können. Mit der Lage des nächsten Feuerlöschers oder Wandhydranten und deren Bedienung sollten Sie sich vertraut machen. Wenn die Kleidung von Personen Feuer gefangen hat, müssen Sie sehr schnell handeln. Haben Sie keine Angst, auch dann einen Feuerlöscher einzusetzen. Alle Feuerlöscher sind für eine brennende Person vergleichsweise ungefährlich. Am besten sind Löschdecken oder andere Decken oder Mäntel aus überwiegend natürlichen Stoffen geeignet.
BrandschutzerziehungFeuer übt gerade auf Kinder eine große Faszination aus. Der Versuchung, ein Feuer zu entfachen, können nur wenige widerstehen. Kinder wissen aber nicht um die Gefahren des Feuers und werden von Erwachsenen in der Regel auch nur sehr allgemein darüber belehrt. Kindern soll Feuer nicht verboten werden. Die Gefahren von Feuer und Rauch müssen ihnen aber beigebracht werden, ebenso wie der richtige Umgang mit dem Feuer. Unterstützen Sie uns dabei. Bringen Sie Ihren Kindern bei, was es mit Feuer und Rauch auf sich hat. Erklären Sie ihnen die Aufgaben und Arbeit der Feuerwehr und die Notrufnummer. Planen Sie einen Besuch auf einer Feuerwache? Dann bereiten Sie diesen im Kindergarten vor und nach. Einen Termin können Sie mit dem jeweiligen Kommandanten vereinbaren. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Internetseite der Feuerwehr Evenhausen oder über die Gemeinde Amerang. 'Sie wollen mit Ihren Kindern über das Thema sprechen? Dann transportieren Sie bitte die folgenden Lehrziele und Inhalte:
http://www.feuerwehrverband-bayern.de/cms/fachthemen/brandschutzerziehung/
VersammlungenViele Menschen in einem Raum erhöhen das Risiko bei einem Brand. Beachten Sie dies wenn Sie Veranstaltungen planen. Bei mehr als 200 Personen in einem Raum ist eine solche Veranstaltung grundsätzlich mit besonderen Auflagen verbunden. Erkundigen Sie sich im Zweifel bei Eigentümer, Gemeindeverwaltung oder Feuerwehr. Einzelheiten können Sie auch der Versammlungsstättenverordnung entnehmen. Wenn Sie zum Beispiel einen Basar in Ihrem Kindergarten planen, achten Sie darauf, das Flure und Ausgangstüren zugänglich bleiben.
HintergrundinformationenLeicht entzündliches Material kann explosionsartig verbrennen und verheerende Auswirkungen haben. Das ist nicht immer eine Wanne mit Benzin, die man sich hier zunächst vorstellt. Ein Beispiel: Vor einem Veranstaltungsraum in Belgien wird Ende der neunziger Jahre ein Tannenbaum im Eingangsbereich mit Klebstoff besprüht, und weiße Wollflocken werden als Schneeimitat darauf verstreut. Der Baum verbrennt extrem schnell mit sehr starker Rauchentwicklung. Obwohl die Rettungswege vorbildlich waren, sterben in der Sylvesternacht 16 Menschen. Kunstwerke aus Pappe und Kunststoff, mit viel Klebstoff zusammengefügt, können ähnlich verbrennen. Das Konzept der zwei unabhängigen Rettungswege aus dem Baurecht.In der Bauordnung werden für alle Aufenthaltsräume zwei voneinander unabhängige Rettungswege gefordert. Der erste Rettungsweg ist immer baulicher Art, der Eingangsbereich und die Flure, bei mehreren Geschossen auch der Treppenraum. Der zweite Rettungsweg kann eine Leiter der Feuerwehr sein. Die Leiter der Feuerwehr wird in der Schulbaurichtlinie (die analog auch auf Kindergärten angewendet wird) aber nicht als Rettungsweg akzeptiert, da das Retten einer ganzen Gruppe über Leitern zu lange dauert. Bei neuen Kindergärten stehen daher in Obergeschossen immer zwei Treppen zur Flucht zur Verfügung. Auch einige ältere Kindergärten sind zum Beispiel mit Außentreppen nachträglich ausgestattet worden, bei anderen arbeitet man mit technischen Kompensationen, zum Beispiel zusätzlichen Rauchschutztüren, Brandmeldeanlagen oder Sprinkleranlagen. Die Gefahr durch Brandrauch wird immer unterschätzt. Der Mensch wird sich nicht freiwillig in Flammen begeben, denn für die Hitze haben wir die Haut als Sinnesorgan und damit ein natürliches Warnsignal. Beim Brandrauch ist das anders, oder besser gesagt sogar noch schlimmer. Denn wir alle wissen, dass Rauch Hustenreiz auslöst. Wir kennen diesen Hustenreiz aber bestenfalls nur vom Lagerfeuer oder vom Grillfeuer, wenn der Wind einmal in unsere Richtung gedreht hat. Das hatte sonst keine Folgen. Deshalb wird angenommen, dass der Rauch beim Schadenfeuer im Gebäude auch nur Hustenreiz auslöst. Diese Annahme kann tödlich sein! In Gebäuden befindet sich heute in allen Räumen viel Kunststoff. Diese produzieren eine riesige Menge an Rauch, ein brennendes Telefongehäuse kann so ein ganzes Einfamilienhaus zum Renovierungsfall machen. Entscheidend ist aber die Gefahr durch die Bestandteile des Rauches. Bei brennendem Kunststoff besteht der Brandrauch aus einem hochgiftigen Mix aus gefährlichen Gasen, Dämpfen und Partikeln, zum Beispiel Chlor und Blausäure. Wenige Atemzüge können zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen. Die Türen zwischen Fluren und Treppenräumen oder Hallen müssen ständig geschlossen sein. Sie sollen verhindern, dass sich der Rauch weiter ausbreitet und gleichzeitig sehr viele Menschen gefährden kann. Wenn sich das aufgrund der alltäglichen Abläufe als nicht durchführbar erweist, müssen die Türen mit Selbstschließeinrichtungen ausgestattet sein, die über Rauchmelder automatisch auslösen. Nur solche Türen dürfen im täglichen Betrieb offen stehen. Der bauliche Brandschutz entwickelt sich ständig weiter. Wir lernen aus Brandereignissen und wissenschaftlichen Untersuchungen. Das betrifft auch den Brandschutz in Kindergärten. Mit erheblichen finanziellen Mitteln wurden und werden stetig Verbesserungen erreicht, die dafür sorgen, dass Kindergärten in Deutschland von einem schon guten auf ein sehr gutes Brandschutzniveau gehoben werden. Alle baulichen Maßnahmen sind aber nutzlos, wenn sie im Betrieb außer Kraft gesetzt werden. Die wertvolle Rauchschutztür, die mit einem einfachen Holzkeil offen gestellt wird, ist hierfür ein alltägliches Beispiel. Quelle: ursprünglicher Text: Stadt Bonn Referenzfehler: <ref>-Tags existieren, jedoch wurde kein <references />-Tag gefunden.
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